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Schlüsselereignis
Hier eine lange Anekdote zum Thema: ‘Verschwundenes mit Remote Viewing auffinden‘
Bitte nehmt Euch die Zeit, sie ist wirklich lehrreich. Eines Vorweg: Der versteckte Schlüssel wurde gefunden.
Im September 2006 habe ich einen Familienangehörigen gebeten, einen Schlüssel in meiner Wohnung zu verstecken. Irgendwo. Im Schrank, auf dem Schrank, unter dem Teppich – völlig wurst. Ich habe dann versucht, den Ort zu beschreiben, an dem sich der Schlüssel befindet. Die erste Sitzung war frontloaded, das heißt ich wußte um was es geht. Die Aufgabe hieß ganz lapidar: ‘Die Hauptmerkmale zum Auffinden des Schlüssels, der extra zum Auffinden durch Remote Viewing versteckt wurde.
Der Viewer beschreibt die Hauptmerkmale aus einer optimalen Betrachterposition und achtet dabei auf die räumliche Anordnung der Gegenstände‘.
Eigentlich viel zu kompliziert als Aufgabe formuliert. Aber davon ab war klar, was das Ziel ist und da ich frontloaded zu Werke ging, war es nicht so schlimm. Die Sitzung fiel zuerst recht erfreulich aus, da ich wahrnahm, der Schlüssel würde unter irgendwas drunter liegen. Leider waren die Details drum herum völlig einheitlich, unidentifizierbar. Bedenkt, was heutzutage alles in so einer Wohnug für ein klimbim rumsteht: Kleine Figürchen aus dem Urlaub, irgendwelche Kabel vom Receiver hinterm Schrank. Alles steht da rum ohne besonderen Zweck, außer um Staub anzusammeln. Eine Stufe 4 (meine RV-Methode besteht aus acht Stufen) auf diese Details ist sehr mühsam!
(Auf das Bild links klicken, um es zu vergrößern)
Eine kurze Erklärung dazu: Das [X] markiert das Ziel, in diesem Falle den Schlüssel. Aspekte [A] und [B] stellen Kontextinformationen der Umgebung des Schlüssels dar. Die mit Nummern in eckigen Klammern markierten Stellen ([1], [2] und [3]) sollten in späteren Sitzungen noch einmal erneut näher untersucht werden. Diese Darstellung ist selbstverständlich ungenau und viele werden sich wundern, da sie schon viel über Remote Viewing bzw Fernwahrnehmung gehört haben. Dies ist eine typische Darstellung eines Remote Viewing Ergebnisses eines durchschnittlichen Viewers. Das darf aber nicht über ihren Informationsgehalt hinwegtäuschen. Sie dient lediglich der ersten Kontaktherstellung zur Zielumgebung in Form eines Diagramms. Zu dem Thema, wie RV in den Medien und im Internet dargestellt wird und was man wirklich erwarten kann, sei ein späterer Beitrag in der FAQ gewidmet.
Nach dem ich eine weitere Sitzung auf den mit [1] markierten Aspekt bearbeitete, erhielt ich folgendes Ergebnis:
Hier taucht zum ersten mal der Begriff ‘Kerze‘ auf, neben vielen anderen wie ‘Glasvase‘ und ‘Glasflasche‘. Es scheint sich also um was rundes und vertikales zu handeln. Eine Draufsicht (hier rechts dargestellt) offenbart diesen runden Charakter in einer eckigen Grundform. Mal ehrlich, wenn man das zum ersten mal macht denkt man: ‘Was für ein Scheiß!‘. Geholfen, das Objekt in meiner Wohnung zu finden, hat diese Zeichnung nicht. Darunter habe ich dann in aller Hilflosigkeit noch den Grundriß meiner Wohnung skizziert und versucht, mittels Intuition zu erfühlen, wo in welchem Raum oder Ecke sich der Schlüssel wohl befinden mag. Geendet hat diese Stift-Reise dann in der Wohnzimmer/Esszimmer-Ecke. Zuletzt habe ich dann noch Zeichnung #4 eines eiförmigen Gegenstandes gemacht. Als die Sitzung beendet war, kann man sich vorstellen wie ich nun begann alles zu durchsuchen, was auch nur im entferntesten so aussah wie eine Glasvase oder -flasche, wie die auf der Zeichnung #2. Mußte mir aber schon nach kurzer Zeit eingestehen, wie sinnlos das war.
Links ist Zeichnung #4 zu erkennen.
Nach diesem Disaster habe ich eine neue Aufgabe entworfen und diese zu meiner Zieldatenbasis hinzugefügt: ‘Das am besten erkennbare Merkmal der gegenwärtigen Position des versteckten Schlüssels‘. Mir war zum Zeitpunkt der Bearbeitung der Sitzung nicht klar, daß es um den versteckten Schlüssel ging. Solch eine Sitzung nennt man blind durchgeführt. Vielleicht war diese Aufgabe nicht die intelligenteste, denn ich hatte nicht näher angegeben, um welchen versteckten Schlüssel es sich handelt. Das Ergebnis läßt sich hier rechts in Zeichnung #5 erkennen. Es handelte sich augenscheinlich um etwas Wasserspritzendes. Mir kamen verschiedene Ideen, wie Wasserhähne in der Wohnung, die Wassersäule im Wohnzimmer oder ein kleiner Brunnen im Esszimmer daneben. Sinnlos das Ganze.
Ein Jahr später, mit der Aufgabe ‘Gegenwärtige Position des versteckten Schlüssels‘ aus meiner Zieldatenbasis blind durchgeführt, ergab links einsehbare Zeichnung. Diesmal wieder etwas eckiges, auf dem sich etwas Rundes befindet. Das hatten wir doch schonmal! Bringt mich natürlich auch nicht weiter.
Die blind durchgeführten Sitzungen waren allesamt schwer zu verstehen, wie oben schon beschrieben, mit Ausschnitten von Gegenständen, die ich nicht verstand. Dann wollte ich es wissen und habe eine weitere Sitzung, diesmal frontloaded, gemacht. Als ich ca. 45 Minuten Unverständliches beschrieb, bin ich zur Stufe 6 übergegangen und habe eine Zielbewegung gemacht: ‘180° gedreht von Element [1], mit Blick in Richtung des Raumes, sollte etwas sichtbar sein‘.
Element [1] war der Aspekt, den ich als Fundort des Schlüssels in der Sitzung ausgemacht habe. Ich skizzierte dann einen Raum mit Tisch und einer Art “Spiegel”, da kam gleich die Idee meines Wohnzimmers bei raus. Rechts hatte ich dann noch schnell die Tür dazu eingezeichnet. Danach die Sitzung beendet und ins Wohnzimmer gegangen. Die Ecke konnte ich erkennen, an der sich das Element [1] befinden mußte. Übrigens dieselbe Ecke, die ich in meiner ersten Sitzung bereits mit der Grundrißskizze (Zeichnung #3) ausfindig gemacht hatte: Wohnzimmer/Esszimmer-Ecke. Da war nur eine Wandhalterung für eine Kerze. Ich also hingegangen, alles abgesucht. Nichts. Die Kerze hochgehoben: Nichts. Nun gut, dann ist das mit Remote Viewing wohl doch nicht so einfach bzw ich bin zu blöd dazu und kann es sowieso nicht.
Zwei Jahre später sitze ich im Wohnzimmer und erinnere mich daran, daß ich ja noch einen Schlüssel zu suchen habe. Ich stehe also auf und suche die komplette Ecke des ganzen Zimmers ab. Zur Vollendung nochmal kurz unter die eben erwähnte Kerze geschaut und da liegt er, der Schlüssel. *ding-dong* HÄ??? Dann muß der Verstecker zwischenzeitlich den Schlüssel woanders hingelegt haben. Ich voll sauer, hole den Fotoapparat zur Beweisführung, hebe die Kerze wieder hoch: Schlüssel wieder weg!! Hä?? Ich war allein in der Wohnung – konnte ja schlecht sein. Will die Kerze wieder hinstellen und was klebt da unter der Kerze? Der Schlüssel!! Er war also die ganze Zeit an demselben Platz, nur war das Wachs so klebrig (und die Kerze so alt), daß der Schlüssel damals schon dort geklebt haben mußte.
Hier ein paar Fotos zur Illustration.
Links zu sehen die Zeichnung mit dem Tisch und dem “Spiegel”, rechts daneben der Wohnzimmertisch und der Schrank mit der Glasscheibe, weiter rechts befindet sich die Tür. Das Foto wurde genau 180° gedreht von der Position aufgenommen, wo sich der Schlüssel befindet.
Alle Fotos wurden erst nachträglich 2009 erstellt, zirka 2 Jahre nach dem die Sitzungen abgehalten wurden.
Hier links ist der Kerzenhalter zu erkennen. Etwas rundes auf etwas eckiges war in diesem Falle wohl die Kerze auf dem Ständer. Rechts daneben das Foto mit dem Schlüssel, der unter der Kerze klebt. Die eiförmige Struktur der Kerze taucht bereits in Zeichnung #4 auf, inklusive Docht, den ich oben dran gezeichnet hatte! Während der Skizze hielt ich es aber für eine Computermaus, was hinsichtlich des Ziels natürlich keinerlei Bedeutung hat. Dies ist aber typisch für eine Remote Viewing Sitzung: Der Viewer weiß nicht, was er bearbeitet. Und selbst bei frontloaded durchgeführten Sitzungen, also mit Vorabwissen, welches Ziel abgearbeitet wird, können in günstigen Umständen und bei viel Übung Eindrücke intuitiv auftauchen, für die man keine Erklärung während der Arbeit hat. Deshalb niemals vergessen: Jemand, der eine Remote Viewing Sitzung bearbeitet, kann in den meisten Fällen nur sensorisch beschreiben, um was es sich dabei handelt, aber nicht das Objekt oder die Gegend bezeichnen.
Insgesamt habe ich 10 Sitzungen gemacht verteilt über ein Jahr, von denen die meisten keinen Erkenntnisgewinn mit sich brachten. Skeptiker mögen zurecht den Einwand erheben, daß hier nur die Sitzungen mit Vorabwissen über das Ziel einen Erkenntnisgewinn mit sich brachten. Wer weiß welche unbewußten menschlichen Kommunikationssignale es gibt und hier zwischen Verstecker und Entdecker über einen Zeitraum von einem Jahr ausgetauscht wurden. Es wurde allerdings über dieses Thema (Schlüssel) nicht mehr geredet seit dem Verstecken. Auch dient dieser Blog zur Aufarbeitung und Offenlegung meiner Erfahrungen und erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Man möge mir daher bitte einfältige oder leichtgläubige Gedanken verzeihen, die diese Gesellschaft tabuisiert.
17. Januar 2010










Ashert
Das mit dem Springbrunnen scheint naheliegend, das ist halt die Kerze die heiße Gase ausströmt, die Umluftwirbel aus Bild 14? Kurios!
Karsten
Möglich wärs. Aber die Kerze war nie angezündet. Sie ist zwar auf den letzten Bildern heruntergebrannt, das liegt aber nur daran, daß sie in der Zwischenzeit mit einer anderen Kerze ausgetauscht wurde und später mal angezündet. Aber nicht dort, wo sie sich empfand, als der Schlüssel unter ihr lag.
huat
Wow….. Is unbelieveable that so hard to find a thingy with RV, or the target is too tricky?
Anyway, I’m new to remote viewing and have no idea about it……
Susanne
Hallo, ich bin über google auf deinem Blog gelandet. Zufällig ein alter Beitrag und zufällig enthät er zweimal die 17. Erstens hast du ihn an einem 17. gepostet und zweitens verlangt dein Spamschutz die Zahl 7 + 10 auszurechnen. Das ist insofern interessant, als ich die Zahl 17 “sammle”. Ich beschäftige mich (unter anderem) damit zu erforschen wie oft die Zahl 17 in Filmen, etc. Verwendung findet. Meiner Meinung nach ist das überproportional oft der Fall, aber es hat keine tiefere Bedeutung. Es ist entweder Zufall, oder es liegt irgendwie im menschlichen Gehirn als Programm vor. Das nur am Rande erwähnt.
Mich interessiert RV, ich habe es oft probiert, aber leider keineswegs so, dass es einwandfrei funktioniert. Für mich bleibt es daher ein Geheimnis, wie es funktionieren sollte. Deshalb habe ich z. B. Schwierigkeiten Tiere zu “erraten”. Es gelingt mir aber oft die Formen von Gegenständen festzulegen. Also ich kann mitunter etwas teilweise fast richtig zeichnen, weiß aber nicht was es ist und fange deshalb zu raten an – und dann ist es aus. Zudem zeichne ich oft “durcheinander”. Das heißt es kann sein, dass einzelne Elemte zwar richtig sind, aber am falschen Platz auf dem Papier. Ich befinde mich daher eher auf der ersten Stufe und verharre dort.
))
Ich hoffe, dein Blog wird mir etwas weiter helfen.
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